F Frankreich: Jumelage festigen

R Reise in Richtung Westen


A Angoulême als Ziel


N Neugierde auf Bekanntes und Neues

K Kontakte festigen oder neu finden

R Reichtum der französischen Kultur erleben

E Einig im Wunsch nach Freundschaft


I Interesse an Land und Leuten


C Cognac genießen in der Charente

H Hoffnung auf weitere Treffen

 

Mit diesen Stichworten ist schon das Wesentliche ausgesagt über die Fahrt nach Angoulême, der Partnerstadt von Hildesheim. Vom 3. - 11. Oktober 2019 haben sich 17 Personen aus Hildesheim und Umgebung aufgemacht, um die Partnerstadt zu besuchen.
Wir kamen am Freitagabend gegen 18 Uhr gut dort an und wurden von unseren Gastfamilien freundlich empfangen.

Das gut gefüllte Programm sah am Samstag, dem 1. Tag, den Besuch der mittelalterlichen Felsenkirche in AUBETERRE mit anschließender Stadtbesichtigung vor.

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Die in den Felsen geschlagene Kirche setzte uns mit ihren beeindruckenden Ausmaßen in Erstaunen. Wir bewunderten das hohe bauhandwerkliche Können früherer Generationen.
Eine Überraschung war, dass wir dann in den Burghof gehen durften, der als Privatgelände für Touristen eigentlich nicht offen war. Was für eine tolle Sicht auf die Stadt war von dort aus möglich!

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Der 2. Tag wurde jeweils in den Gastfamilien verbracht. Diese hatten sich die unterschiedlichsten Unternehmungen für ihre Gaste ausgedacht wie z.B. eine Fahrt zu einer Insel oder eine Besichtigung der Stadt COGNAC, in der das für diese Region typische belebende Getränk aus bestimmten Weinreben in Fabriken hergestellt wird.

Der 3. Tag sah uns dann auf der Fahrt nach ROCHECHOUART, wo das "Maison de Ia réserve" war. Dort bestaunten wir die Auswirkungen von Meteoriteneinschlägen, die uns eine fachkundige Führerin der Ausstellung näher erklärte. Alle hörten interessiert zu. Für die nicht so Sprachfesten war die Übersetzung durch eine Hildesheimerin sehr hilfreich.
CHASSENON war nach einer gallo-romanischen Mahlzeit das weitere Ziel. Was dort an römischen Thermen ausgegraben war, führte uns die hohe Kunst des ‚sich Wohlfühlens’ in einem römischen Bad vor Augen. Alleine die Wasserversorgung und die beheizbaren Fußböden sind eine Wissenschaft für sich.

Am 4. Tag stand eine Tagestour nach BORDEAUX auf dem Programm. Trotz angesagter Bauernproteste kamen wir mit dem Bus recht gut durch. Die Stadtführung ließ uns die Entscheidung: Deutsch oder Französisch. Die Bremerin, die seit 31 Jahren in Bordeaux zu Hause ist, präsentierte uns ihre Wahlheimat engagiert und sachkundig. Danach teilte sich die Gruppe auf: Ein Teil besuchte die „Cité du Vin" und der Rest schaute sich die Stadt weiter an. Die schöne Altstadt zeigte uns prunkvolle Bauten und idyllische Plätze und Gässchen. Die Kathedrale im Stadtzentrum erzählt von der großen Geschichte des mittelalterlichen Aquitaniens. Über den großen Strom, der Garonne, spannen sich zwei beeindruckende Brücken. Es war ein schöner Tag, den wir in Wärme und Sonnenschein dort verbrachten.

Schnell war der 5. Tag da. Nun endlich kam unser eigentliches Ziel an die Reihe, die Stadt ANGOULÊME. Morgens, zu Beginn der Stadtführung, zeigte sich der Himmel noch grau. Doch zunehmend wagte sich die Sonne immer kräftiger hervor. Sie beschien die mittelalterlichen Gässchen und Plätze wie auch die Comics an Mauern und Hauswänden. Angoulême ist als Stadt der Comics weltbekannt. Nach einer interessanten Stadtführung genossen wir leckere Quiche und prosteten uns mit Pineau und Wein im Haus der JUMELAGE zu.
Danach war der Empfang im Rathaus, wo uns der Bürgermeister herzlich begrüßte. Sekt und die dort bekannten Macarons durften anschließend natürlich nicht fehlen.

Am 6. Tag war mittags ein gemeinsames Essen in einer Hotelfachschule angesetzt. Es bedienten uns angehende Gastronomen, alles junge freundliche Menschen. Es wurde uns ein köstliches, mehrgängiges Menü serviert mit wohlschmeckender Vor- und Nachspeise. Zuvor waren von französischer wie deutscher Seite noch freundliche Abschiedsworte gesagt worden.

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Nach dem Essen nutzten noch einige von uns die Gelegenheit, in einem Nachbarort eine kleine, als Familienbetrieb arbeitende Distillerie zu besichtigen. Dort erklärte uns ein alter Weinbauer den Vorgang, wie Cognac hergestellt wird. Dies dort seit über 200 Jahren!
Natürlich schloss sich nach der Besichtigung des Betriebes und eines kleinen Familienmuseums eine DEGUSTATION von PINEAU und COGNAC an. Danach wurde entsprechend noch eingekauft.

Ein kurzes Verweilen in den Familien, ein letztes Abendessen zusammen, dann war die Zeit des Abschiedes gekommen. Alle fanden sich pünktlich am Bus ein.
Die Abschiedsküsse fielen noch herzlicher aus, als die freundlich gegebenen Küsse zur Begrüßung. Ein letztes Winken und unsere 16 Std. Rückreise begann. Die erste Hälfte der Tour fuhr unser freundlicher Busführer SUNNY, der uns die ganze Woche mit dem Bus zur Verfügung gestanden hatte. Am Freitag landeten wir dann gegen 14 Uhr gut wieder in Hildesheim, voll von den Begegnungen und Erlebnissen, die wir in Frankreich gehabt haben.
(Text: S. Finkbeiner, Fotos: R. Souan)

Cette version allemande sera bientôt traduit en français.