Eine Gruppe von 20 Hildesheimern hat vom 30.September bis zum 5. Oktober 2017 einen sehr abwechslungsreichen Aufenthalt bei unseren Freunden in Angoulême erleben dürfen. Wir danken herzlich allen unseren Gastfamilien für die freundschaftliche Aufnahme, der Stadt Angoulême sowie dem Comité des Jumelages d‘Angoulême

unter der Leitung von Frau Christine Granet und den Mitgliedern der Commission Hildesheim, allen voran Frau Lina Dupuis, die mit ihrem beherzten Engagement, ihrer Umsicht und großen Erfahrung für den reibungslosen Ablauf des Programms gesorgt hat. Unser Dank gilt auch all denjenigen, die bei Veranstaltungen, auch an anderen Orten, tätig waren, so z.B. Herrn R. Hébras (in seiner Funktion als Zeitzeuge) in Oradour, Herrn Ph. Nélia vom Partnerschaftskommitee Chabanais-Giesen sowie dem Historiker Herrn J. Baudet, der uns auf unseren Unternehmungen immer kenntnisreich zur Seite stand. Viele fleißige Hände waren im Hintergrund an der Planung und Durchführung unseres Besuches beteiligt, der Ausdruck gelebter Städtepartnerschaft und damit der deutsch-französischen Freundschaft ist.

In Oradour stand am 3. Oktober die deutsch-französische Geschichte im Vordergrund. Am Ende der Besichtigung der Gedenkstätte lauschten wir ergriffen deutschen und französischen Texten zum Thema „Oradour“, vorgetragen von der angehenden Abiturientin Pauline Kreft aus Hildesheim, die uns auf der Fahrt begleitete. Mit unseren Freunden aus Chabanais, Giesen und Angoulême haben wir gemeinschaftlich den deutschen Nationalfeiertag begangen - bei einem köstlichen „Kuhstallessen“ auf einem französischen Bauernhof mit etwa 100 Teilnehmern. Am selben Tag gelangte das Lied „Oradour“ des Hildesheimer Komponisten T. Müller-Heidelberg, in Anlehnung an ein Gedicht des französischen Schriftstellers Tardieu, zur Erstaufführung in Angoulême.

Eine kleine Schifffahrt auf dem Atlantik vor La Rochelle genossen wir bei herbstlicher Sonne. Ein festliches Abendessen mit allen Teilnehmern, Deutschen und Franzosen, beschloss unseren Aufenthalt. Bernhard Setzer, unser Gruppenleiter, konnte es sich nicht verkneifen, das Chanson „Le Métèque“ von Georges Moustaki zum Besten zu geben.

Ein Empfang im Rathaus mit der Vertreterin des Angoulêmer Bürgermeisters, Frau Lasbugues, und eine informative Stadtführung rundeten das Programm ab. Nicht zu vergessen: das Kennenlernen des französischen Alltagslebens in unseren Gastfamilien. Tägliche Live-Berichte von Radio Tonkuhle stellten den Kontakt zur Heimat her.

Alle Teilnehmer waren mit dem Verlauf der Fahrt sehr zufrieden und erklärten ihre Bereitschaft, beim Gegenbesuch im Dezember 2018 Gäste aus Angoulême aufzuehmen . Manche denken sogar an Mitarbeit im Hildesheimer Arbeitskreis Angoulême. Sie lohnt sich. In diesem Sinne erwarten wir unsere Freunde aus Angoulême zum Advent 2018 in Hildesheim.